Das Jahr 2011 liegt zwar noch nicht in den letzten Zügen, Zeit aber einen Rückblick auf die Marketingtrends des vergangen halben Jahres zu werfen und zugleich auf das noch vor uns liegende halbe Jahr zu blicken. Fakt ist aber, dass der Marketingtrend immer mehr dazu übergeht, den Verbraucher nicht mehr nur als Zielgruppe sondern als auch integrativen Bestandteil von Kampagnen zu machen.
Immer mehr Kampagnen richten ihren Fokus nicht alleine darauf, die Zielgruppe zu analysieren und entsprechend ihren Bedürfnissen kommunikativ zu erreichen. Vielmehr werden vermehrt Marketingstrategien entwickelt, bei denen der einzelne Verbraucher als eigenständiges Individuum betrachtet wird, der sich als "Real-Time-Testimonial" aktiv im Kampagnen-Flow einbringen kann. Besonders gut sichtbar ist diese Trend auf Internetplattformen auf denen Consumer-Votings und Bewertungen abgegeben werden, die unmittelbaren Einfluss auf das Kaufverhalten haben und darüber hinaus auf die Marke einzahlen. Unternehmen und Marketingentscheider, die sich hierfür entscheiden, müssen allerdings Mut beweisen und kritischen Stimmen einen ebensolchen Raum einräumen wie positiven Bewertungen. Nur so gelingt es, die so entstehende Glaubwürdigkeit auf das Produkt oder die Marke ausstrahlen zu lassen.
Der Trend zum Social Media-Marketing ist nach wie vor ungebrochen und es ist abzusehen, dass Social-Media-Netzwerke nicht nur weiter eine Rolle spielen werden, sondern darüber hinaus ihre Marketinganteile erheblich erhöhen werden. Individualisierung und Personalisierung sind hierbei die Schlagworte der Stunde und die persönliche Empfehlung ein Trend der unvermindert andauert. Virale Kampagnen greifen diese Situation gekonnt auf, und zählen schon seit längerer Zeit zu den Marketingtools, die genutzt und ausgebaut werden sollten. Geräte wie das iPad von Apple haben außerdem bewiesen, dass sie als Medium dazu geeignet sind, Menschen individuell zu erreichen und im Zusammenspiel mit Geokoordinaten und bisherigem Kaufverhalten zu Angeboten persönlichen Zuschnitts verschmelzt werden können. Mehr denn je wird der einzelne Verbraucher zum Einzelmarkt, den es mit individualisierter Ansprache zu erreichen gilt.


